„Kinders“ – die nicht geplante Tasche

Tja, nicht alle Kinder, die geboren werden sind auch geplant. Unsere Mini-Tasche „Kinders“ war auch nicht geplant. Wie kam es dazu? Wir wurden gerade von Mama’s immer wieder gefragt, ob wir denn nicht was Kleines für Kinder hätten. Praktisch sollte es sein. Nett aussehen und nicht zu teuer. Ungefähr ein halbes Jahr haben wir überlegt, ob oder ob nicht.

Dann war ich (Martin) mit dem 8-jährigen Jonas im Dienst. Jonas hatte von seiner Oma eine kleine Diensttasche geschenkt bekommen. Und er war richtig glücklich damit. Jetzt war klar; auch unsere Minimenschen mögen Taschen die zu ihnen passen. Nach dem Dienst haben Jonas, seine Mama und ich vereinbart, dass er ein paar Wochen auf seine Tasche verzichtet. Dafür gab’s einen Gutschein für ein Spielwarengeschäft 🚙 Wir haben seine Tasche dann im März mit in die Abruzzen genommen.

Was wird man im Taschenwunderland Italien mit dieser Vorlage anfangen? Unsere Maestra Stefania hat die Tasche angeschaut, ein paar mal gewendet und dann Vorschläge gemacht. Wie lange und wie breit der Umhängegurt sein muss. Welche Farben, welches Material, und so weiter. Zwischendurch gab es einen Espresso. Mmhh. Dann meinte Maestra Stefania, dass Kinderhände manchmal etwas ungeschickt sind. Als Mama kennt sie sich mit solchen Sachen aus. Also müsste man was machen, damit Kinder leichter an Traktate oder Zeitschriften kommen. Sie hat dann die „Känguru-Tasche“ vorne auf der Umschlagklappe vorgeschlagen. Sozusagen ein Einschubfach vorne auf der Umschlagklappe. Hier kann die Mama oder der Papa vor der Tür ein einzelnes Traktat reinstecken. Wenn der oder die Kleine es rausholen will, muss es nur rausgezogen werden ohne die Tasche umständlich zu öffnen. Einfacher gehts nicht.

Hier seht ihr Jonas mit seiner kleinen Schwester und den „Kinders“ in dunkelblau und Pink.

Für Mädels ließen wir zuerst in Pink fertigen. Für Jungs in Blau. Und weil wir im Süden Bayerns aufgewachsen sind, sollten die beiden Taschen ausnahmsweise bayrische Namen bekommen. Die Mädchentasche sollte „Dirndl“ heißen. Ein altes bayrisches Wort für ein kleines Mädchen. Erst später wurde diese Bezeichnung auf das entsprechende Dirndlkleid angewendet. Die Tasche für die Jungs sollte „Bua“ heißen. Das bayrische Wort für Buben. Nach einigen Wochen haben wir aber dann festgestellt, dass man diese Bezeichnungen tatsächlich nur im Süden der Republik versteht. Was tun? Ein anderer Name. Logisch! „Kinders“ sollte man in ganz Deutschland verstehen. Mit diesem neuen Namen kamen dann auch neue Farben dazu. Türkis und braun. Die „Kinders“ war nicht geplant. Aber unverhofft kommt oft.

 

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